Was ist Störerhaftung ?

Jolly RogerDie Störerhaftung vereinfacht erklärt: wenn einer etwas Böses tut und man kann ihn nicht erwischen, dann muss derjenige haften der ihm geholfen hat.

Das bedeutet für Sie: Sie haben nichts böses getan. Aber jemand anderes hat über Ihren Internetanschluss Raubkopien angefertigt oder Straftaten begangen. Damit sind Sie nicht der Täter. Aber weil es Ihr Internet-Anschluss war sind Sie der „Störer“. Bei Straftaten werden Sie alles weitere mit der Staatsanwaltschaft besprechen müssen. Bei Raubkopien dürfen Sie die Forderungen der Abmahnanwälte bezahlen.

Freifunk ist die Lösung

Es gibt verschiedene Freifunk-Vereine welche unterschiedliche technische Lösungen bevorzugen. Hier beispielhaft beschrieben wie es unter anderem vom Freifunkverein Rheinland e.V. betrieben wird:

Der Freifunk wird von einem Verein betrieben – nicht von Ihnen. Damit ist der Verein Ansprechpartner für die Forderungen. Nicht Sie.

Und weil der Verein das Priveleg hat als sogenannter „IP-Provider“ anerkannt zu sein haftet er für die Inhalte seinerseits auch nicht.

Und damit Sie auch technisch vor den Umtrieben der Abmahnanwälte geschützt sind gehen die Daten von Ihnen nicht direkt ins Internet sondern über einen verschlüsselten Tunnel in ein Rechenzentrum. Und erst dort ins Internet. Wer nun schaut wo die Daten her kommen landet nicht bei Ihnen sondern im Rechenzentrum – und damit bei dem Verein.

Tipp: Wenn Sie beim Freifunk mitmachen wollen erkundigen Sie sich bitte, ob der jeweilige Verein die Störerhaftung über verschlüsselte Tunnel im Griff hat.

 

Video zur Störerhaftung – mitsamt Bewertung des aktuellen Gesetzentwurf

Hamburg – Störerhaftung 03-2015

 

Stand 4/2015